03.07.2026

Ballendorfer Sandgrube als Geopoint ausgezeichnet

Die Ballendorfer Sandgrube ist seit dem 3. Juli 2026 offiziell Teil des Geopoint-Netzwerks des UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb. Mit der Auszeichnung als 41. Geopoint würdigt der Geopark einen geologisch bedeutenden Ort, der die Zeit des urzeitlichen Molassemeeres erlebbar macht. Eine neue zweisprachige Informationstafel informiert vor Ort über die Erdgeschichte des Standorts.


Mit einer Feierstunde wurde die Ballendorfer Sandgrube offiziell als Geopoint ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt nicht nur die geologische Bedeutung des Standorts, sondern auch das Engagement des Lonetal Vereins e. V. und zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer aus Ballendorf, die den über Jahre verschütteten Aufschluss wieder freigelegt haben. Die neu aufgestellte zweisprachige Geopoint-Tafel vermittelt die Besonderheiten des Standorts und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Erdgeschichte vor Ort zu entdecken.

Bedeutung für den Alb-Donau-Kreis

Bei der Einweihung betonten die Rednerinnen und Redner die Bedeutung der Zusammenarbeit von Ehrenamt, Kommune, Landkreis und Geopark. Bürgermeisterin Verena Stämpfle dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz. Die Erste Landesbeamtin des Alb-Donau-Kreises (ELB), Dr. Diana Kohlmann, hob die Bedeutung des neuen Geopoints für den Landkreis hervor. Günther Krämer vom Lonetal Verein erinnerte an die langjährigen Bemühungen um die Freilegung des Standorts.

Den offiziellen Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Überreichung der Geopoint-Urkunde durch Geopark-Geschäftsführerin Iris Bohnacker an Bürgermeisterin Verena Stämpfle. Frederic Blau, Geologe des UNESCO Geoparks und verantwortlich für das Projekt Geopoints konzipierte die Infotafel und begleitete die Vorbereitungen für die Auszeichnung.

Spuren eines urzeitlichen Meeres

Vor rund 18 Millionen Jahren überflutete das Molassemeer, ein Flachmeer im damaligen Alpenvorland, große Teile Süddeutschlands. Die Ballendorfer Sandgrube dokumentiert diese Zeit besonders anschaulich und ist der erste Geopoint im Alb-Donau-Kreis, der die Epoche des Tertiärs und damit des Molassemeeres repräsentiert. Mit Ballendorf umfasst das Geopoint-Netzwerk des UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb nun 41 Standorte.

INFO: Geopoints kennzeichnen landschaftlich, erdgeschichtlich und kulturhistorisch bedeutende Orte im Gebiet des UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb.


Eine genauere Beschreibung des neuen Geopoints finden Sie hier

Geopoint Ballendorfer Sandgrube

  • Ballendorf Website 1
    Einweihung Geopoint Ballendorfer Sandgrube: Von links: Dr. Diana Kohlmann (ELB Alb-Donau-Kreis), Verena Stämpfle (Bürgermeisterin Ballendorf), Iris Bohnacker (Geschäftsführerin des Geoparks), Ulrich Ruckh (Vorsitzender des Geoparks Schwäbische Alb), Günter Krämer (Lonetalverein e.V.)