Also los – frag Moni!
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Adam (8) aus Kirchheim fragt: Welche ist die tiefste und dunkelste Höhle auf der Schwäbischen Alb?
Vollkommen dunkel, sodass du ohne eine Lampe wirklich gar nichts mehr siehst, sind tatsächlich sehr viele Höhlen auf der Schwäbischen Alb, wenn du nur weit genug hinein gehst.
Als tiefste Höhle auf der Alb gilt der Steebschacht mit 166 Metern Tiefe, eine enge Schachthöhle auf der Alb bei Blaubeuren, in die sich die Höhlenforscher hinein abseilen müssen. Wenn du mal eine tiefe Schachthöhle besuchen willst, schau doch mal bei der Laichinger Tiefenhöhle und dem dortigen Höhlenmuseum vorbei.
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Miriam (41) aus Ostfildern fragt: Warum ist der Albtrauf so steil?
Der Albtrauf ist die hohe Steilkante, mit der die Alb im Norden beginnt. Das ist eine sogenannte "Schichtstufe". So steil ist sie aus mehreren Gründen: Zum einen wegen dem harten Kalkstein oben auf der Alb, der nur ganz langsam verwittert. Deshalb sieht man auch oft Felsen am Trauf. Dann ist wichtig, dass die Alb so hoch herausgehoben wurde, und dass die Kalksteinschichten nahezu waagerecht liegen (sie fallen nur ganz leicht nach Süden ein). Mit der Zeit rutschen immer mal wieder Stücke des Traufs plötzlich ab, oder Felsen stürzen ins Tal, zurück bleibt dann wieder eine neue steile Kante.
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Christopher (5) aus Beuren fragt: Was haben Pliosaurier und Plesiosaurier gefressen?
Oh, da schlottert mir meine Ammonitenschale... Vor diesen zwei fleischfressenden Sauriern hatten ich und meine Ammonitenfreundinnen ganz schön Angst, denn wir standen auf ihrem Speiseplan. Plesiosaurier nutzten ihren langen Hals vermutlich um Fische, Ammoniten oder Belemniten zu fangen, oder auch um Krebse und Muscheln vom Meeresboden zu ergattern. Pliosaurier mit ihrem großen Schädel und ihren krokodilartigen Zähnen jagten vermutlich größere Beute: große Fische und Ammoniten, Ur-Haie und auch andere Saurier wie Ichthyosaurier und kleinere Plesiosaurier.
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Katalija (10) aus Göppingen fragt: Welche Tiere haben hier im Meer gelebt?
Vor vielen Millionen Jahren in der sogenannten Jurazeit gab es hier ein tropisch warmes Meer mit großen Schwammriffen und vielen heute ausgestorbenen Tierarten. Im Wasser schwammen viele Fische, tintenfischähnliche Belemniten und Ammoniten, meine Geschwister, mit ihren schneckenartig aufgerollten Gehäusen. Auf dem Meeresboden gab es Seesterne, Muscheln und die muschelähnlichen Brachiopoden. Es gab auch Meeressaurier, wie Pliosaurier und Ichthyosaurier.
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Cassie (2) aus Sonnenbühl fragt: Was ist Moni für ein Tier?
Ich bin ein Ammonit. Ich habe viele Fangarme und ein aufgerolltes Haus mit einer harten Schale, wie bei einer Schnecke, aber ich bin keine Schnecke. Zu meiner Familie gehören die Tintenfische und Kraken. Wir Ammoniten haben hier, wo heute die Schwäbische Alb ist, vor sehr sehr langer Zeit in einem warmen Meer gelebt. Wenn du Glück hast und genau hinschaust, kannst du die Abdrücke unserer Gehäuse in den Steinen auf der Alb entdecken.
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Anton (9) aus Aspach fragt: Wie viele Höhlen gibt es auf der Schwäbischen Alb?
Auf der Schwäbischen Alb gibt es mehr als 3000 Höhlen. Manche sind so klein, dass gerade mal ein Mensch hineinpasst, andere sind viele Kilometer lang. Es werden auch immer wieder neue Höhlen entdeckt. Vielleicht ist auch tief unter deinen Füßen eine Höhle, wenn du auf der Alb wanderst?
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Nadine (35) aus Ostfildern fragt: Warum ist Muschelkalk weiß?
Muschelkalk ist ein Gestein, das wir nicht auf der Schwäbischen Alb haben, aber in vielen anderen Gebieten von Baden-Württemberg, zum Beispiel entlang des Neckars. Meist ist er beige oder grau gefärbt. Wie der Weißjurakalk auf der Alb ist auch der Muschelkalk ein Kalkstein, der in einem noch älteren Meer entstanden ist. Das Gestein besteht aus sehr vielen zum Teil winzigen Mineralkörnern und Fossilbruchstücken aus dem an sich farblosen Mineral Kalzit. Sehr weißer Kalkstein zeigt, dass darin wenige Verunreinigungen sind. Winzige Kristalle streuen das einfallende Licht in viele Richtungen (ähnlich wie bei Schnee), wodurch das Gestein hell und manchmal sogar weiß aussieht.
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Andrea (11) aus Sigmaringen fragt: Warum gibt es so viele Steine auf den Feldern auf der Alb?
Auf der Schwäbischen Alb ist die lockere Erdschicht (der Boden) meist sehr dünn. Darunter beginnt direkt der steinige Untergrund. Beim Pflügen der Felder kommen immer wieder neue Steine nach oben. Die Böden auf der Alb sind so dünn, weil der Untergrund aus hartem, hellem Kalkstein besteht. Wenn Gestein zersetzt wird, also "verwittert", entsteht daraus mit der Zeit Boden. Da der Kalkstein im Untergrund der Alb leicht vom Regenwasser gelöst wird, bleibt kaum Material für die Bildung des Bodens übrig. Deshalb liegen teilweise nur wenige Zentimeter Boden über dem Gestein.
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Samira (11) aus Volkach fragt: Wo ist die größte Höhle der Welt?
Gar keine so leichte Frage. Als längste Höhle der Welt gilt die Mammut-Höhle in den USA, die mehr als 680 km lang ist, also unglaublich lang. Als größte Höhle der Welt wird auch oft die Son-Doong-Höhle in Vietnam genannt. Ihr großer Höhlengang ist beeindruckende 250 m hoch, also höher als die meisten Wolkenkratzer. Höhlenforscher entdecken immer wieder neue Höhlen und neue Gänge in bekannten Höhlen. Vielleicht ist die größte Höhle der Welt ja noch gar nicht entdeckt?
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Christine aus Esslingen fragt: Ist im Kloster Zwiefalten an den Säulen echter Marmor verarbeitet?
Die Säulen im Inneren des Zwiefalter Münsters bestehen aus sogenanntem Stuckmarmor. Das ist kein echter Marmor, sondern ein gefärbter Kunstmarmor aus Gips, Pigmenten und weiteren Bestandteilen, der echtem Marmor täuschend ähnlich sieht. Stuckmarmor war besonders beliebt vor ein paar hundert Jahren in der Renaissance und im Barock. Das Gebäude und die Säulen im Außenbereich sind aus Gauinger Travertin erbaut, welcher im Gegensatz zu echtem Marmor vor Ort zur Verfügung stand.
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Marie (10) aus Stuttgart fragt: Warum gibt es hier so viele Höhlen?
Antwort von Moni:
Auf der Schwäbischen Alb sind fast überall hunderte Meter von Kalkstein unter unseren Füßen. Regenwasser kann Kalkstein ein wenig auflösen. Dadurch entstehen über sehr lange Zeit Gänge, Spalten und auch viele große Höhlen. Solche Gebiete nennt man Karstlandschaften.
An anderen Orten auf der Welt, wo andere Gesteine im Untergrund sind, gibt es nicht so viele Höhlen.
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Jannik (8) aus Ulm fragt: Mein Onkel hat gesagt, hier war einmal ein Meer, wo ist das denn hin?
Antwort von Moni:
Hallo Jannik, dein Onkel hat recht. Vor sehr, sehr langer Zeit (200-150 Millionen Jahre) war hier, wo heute die trockene Alb ist, ein warmes tropisches Meer 🌴🐟. In diesem Meer gab es viele Tiere, die es heute nicht mehr gibt. Auch ich habe in dieser Zeit gelebt.
Das Meer ist dann verschwunden, weil sich die Erde verändert hat: neue Gebirge sind entstanden, manche Gebiete sind abgesunken, andere sind hochgehoben worden. Die Alb wurde gehoben und gekippt, deshalb ist das Meer nicht mehr hier. Doch der ehemalige Meeresboden aus dieser Zeit ist noch erhalten. Es ist der Kalkstein, aus dem die Felsen sind. Von den Tieren, die in dem Meer gelebt haben, kann man aber heute noch Fossilien finden. Besonders Ammoniten, wie ich, sind sehr häufig.
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Nelly (9) aus Esslingen fragt: Warum ist der Blautopf in Blaubeuren eigentlich so blau?
Danke für deine Frage, Nelly! Also: Früher erzählten sich die Menschen, ein kleines Blaumännle 💙 würde jeden Morgen ein Fass blaue Farbe in den "Topf"schütten. Heute wissen wir: Das kräftige Blau entsteht durch einen besonderen Licht-Effekt.
Im Wasser schweben winzig kleine Kalkteilchen. Trifft Sonnenlicht auf das extrem klare und tiefe Wasser, wird vor allem das blaue Licht zurückgeworfen. Die anderen Farben verschwinden in der Tiefe – und deshalb leuchtet der Blautopf so intensiv blau.
Nach starkem Regen kann er auch mal grünlich oder bräunlich aussehen, aber nach längeren Trockenzeiten ist sein Blau am schönsten.