Ammoniten: die Wahrzeichen der Alb

Man begegnet ihnen überall auf der Schwäbischen Alb als Versteinerungen oder Abdrücke in Gestein: den Ammoniten. Sie sind wertvolle Leitfossilien in der Jurazeit und helfen, Gesteine richtig zu datieren.

Obwohl es diese Tierart fast 350 Millionen Jahre lang gab, sind alle Ammoniten ebenso wie die Dinosaurier beim großen Massenaussterben am Übergang von der Kreide zur Tertiärzeit ausgestorben. Es gab sie in unzähligen Formen und Größen, die kleinsten waren nur wenige Zentimeter groß, die größten ihrer Art erreichten jedoch einen Durchmesser von bis zu 1,8 Meter. Allen Jura-Ammoniten gemeinsam ist die diskusartige Außenform und eine spiralförmige Struktur. Diese Form ähnelt stark den heutigen Schnecken. Zwar gehören sie auch zu den Weichtieren, doch die nächsten noch lebenden Verwandten der Ammoniten sind die sogenannten Kopffüßler, wie z.B. Tintenfische und der Nautilus. Sie hatten mehrere Arme, die genaue Anzahl ist noch Gegenstand der Forschung, denn diese sind leider nicht erhalten geblieben. Vermutlich lebten sie von Krebstieren, Muscheln oder Aas.

Namensgeber für den Ammoniten war der altägyptische Sonnengott Ammon. Er wurde mit Widderhörnern dargestellt, die der Schale der Ammoniten ähneln.

Im Innern der Schale befinden sich Kammern, die sich spiralig von innen nach außen vergrößern. Die kleinste Kammer in der Mitte war die älteste. Nur die größten und am jüngsten gebildete Kammern wurde von dem Tier bewohnt. Da sie ihre Kammern teilweise mit Luft füllten, konnten Ammoniten im Meer schweben und sich über das Rückstoßprinzip durch ausgestoßenes Wasser fortbewegen. Ein bemerkenswertes Detail: Dadurch bewegten sie sich sozusagen rückwärts und konnten nicht sehen, wohin sie schwammen.

Impressionen

  • Ammonit
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