Internationale Gäste erkunden Meteoritenkrater im Ries und auf der Schwäbischen Alb
Eine Reisegruppe aus dem finnischen UNESCO Global Geopark Impact Crater Lake – Lappajärvi besuchte im Mai im Rahmen eines Erasmus+-Projekts den UNESCO Geopark Ries. Nach mehreren Exkursionen im Nördlinger Ries führte der Besuch die Gruppe auch in den benachbarten UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb – zum Meteoritenkrater in Steinheim am Albuch. Dort begrüßte Iris Bohnacker vom UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb die Gäste am Meteorkrater-Museum Steinheim, das als Geopark-Infostelle ausgezeichnet ist.
Begleitet wurde die finnische Gruppe vom Meteoritenkrater-Experten Teemu Öhman. Im Mittelpunkt des Besuchs standen der wissenschaftliche Austausch sowie gemeinsame Exkursionen rund um die beeindruckenden Einschlagskrater beider Regionen.
Der UNESCO Geopark Ries ist intensiv in internationale Netzwerke eingebunden. Partnerschaften mit anderen Krater-Geoparks – darunter dem finnischen UNESCO Global Geopark Impact Crater Lake – Lappajärvi – fördern den wissenschaftlichen Austausch, gemeinsame Bildungsprojekte und die Zusammenarbeit bei geologischen Forschungsthemen.
Iris Bohnacker vom UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb begrüßte die Gäste am Meteorkrater-Museum Steinheim, danach folgte eine informative Führung in der Ausstellung. Besonders beeindruckend fanden die finnischen Besucher die zahlreichen fossilen Knochenfunde großer Säugetiere aus dem ehemaligen Kratersee von Steinheim.
Bei strahlendem Wetter bot sich der Gruppe anschließend vom Aussichtspunkt Burgstall ein eindrucksvoller Blick über die markante Kraterstruktur des Steinheimer Beckens.
INFO: Der finnische UNESCO Global Geopark Impact Crater Lake – Lappajärvi wurde 2024 als UNESCO Global Geopark anerkannt. Sein Zentrum bildet der Lappajärvi-See in Westfinnland, Europas größter bestätigter Einschlagskratersee, der vor rund 78 Millionen Jahren durch einen Meteoriteneinschlag entstand.