20.05.2026

Austausch im Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen

Vom 29. April bis 3. Mai 2026 reiste eine Gruppe aus dem UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb in den Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen in Österreich. Die Exkursion fand im Rahmen des EU-geförderten Interreg-Projekts „Danube GeoTour Plus“ statt und diente dem fachlichen Austausch, der Vernetzung sowie dem Kennenlernen regionaler Angebote und innovativer Ansätze im nachhaltigen Tourismus.

Mit dabei waren Studierende der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg sowie eine Gruppe der BruderhausDiakonie – beide Partner des Geoparks im Interreg-Projekt. Ziel des Austauschs war es, nicht nur die Region und ihre geologischen Besonderheiten kennenzulernen, sondern vor allem auch mit den Menschen und Akteuren vor Ort ins Gespräch zu kommen.

Geologie, Natur und regionale Begegnungen

Nach der Begrüßung durch die Projektpartner aus der Steirischen Eisenwurzen standen zahlreiche Exkursionen und Begegnungen auf dem Programm. Besucht wurden unter anderem das GeoRama in Gams mit seiner eindrucksvollen Ausstellung zur Erdgeschichte der Region, die spektakuläre Wasserlochklamm in Palfau sowie das Museum HochQuellenWasser in Wildalpen, das sich mit der Geschichte der Wiener Wasserversorgung und den geologischen Grundlagen des Quellschutzes beschäftigt. Darüber hinaus gab es Gespräche zu Themen wie Leerstand, Abwanderung und möglichen Zukunftsperspektiven für ländliche Regionen. Auch der „Weg der unSINNE“ in Altenmarkt, ein interaktiver Naturerlebnispfad, sowie der Besuch eines regionalen Maibaumfests boten spannende Einblicke in Kultur und Alltag der Region.

Interreg-Projekt will nachhaltigen Tourismus stärken

Die Reise fand im Rahmen des Interreg-Projekts „Danube GeoTour Plus“ statt. Das transnationale Kooperationsprojekt im Donauraum verfolgt das Ziel, nachhaltigen Tourismus in Geoparks zu stärken und innovative Angebote gemeinsam weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen dabei unter anderem inklusive GeoExperiences, die Einbindung vulnerabler Gruppen sowie neue digitale Lösungen zur Besucherlenkung.

Auch der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb arbeitet derzeit an einer eigenen App, die im Rahmen des Projekts entwickelt wird und künftig digitale Erlebnisse im Geopark ermöglichen soll. Perspektivisch könnte sie beispielsweise bei Wanderungen oder Exkursionen zum Einsatz kommen.

Untergebracht war die Gruppe im ehemaligen Schulgebäude von Hieflau, das im Zuge eines Projekts gegen Leerstand zu zeitgemäßen Ferienapartments umgebaut wurde.

Weitere Informationen: Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen

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    Im Nationalpark Gesäuse in der Steiermark lassen sich die flauschigen Tiere direkt beim Hof „Alpaka Impuls“ in Hieflau erleben. Angeboten werden dort Spaziergänge, tiergestützte Begegnungen und sogar Alpakaführerscheine.
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    Im Rahmen des Projekts „Ortskernstärkung Eisenwurzen“ wurden in Hieflau bereits mehrere Hausfassaden mit großflächigen Tier- und Naturmotiven des Künstlers Andre Zechmann gestaltet.