Also los – frag Moni!
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Marie aus Stuttgart fragt: Warum gibt es hier so viele Höhlen?
Antwort von Moni:
Auf der Schwäbischen Alb sind fast überall hunderte Meter von Kalkstein unter unseren Füßen. Regenwasser kann Kalkstein ein wenig auflösen. Dadurch entstehen über sehr lange Zeit Gänge, Spalten und auch viele große Höhlen. Solche Gebiete nennt man Karstlandschaften.
An anderen Orten auf der Welt, wo andere Gesteine im Untergrund sind, gibt es nicht so viele Höhlen.
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Jannik aus Ulm fragt: Mein Onkel hat gesagt, hier war einmal ein Meer, wo ist das denn hin?
Antwort von Moni:
Hallo Jannik, dein Onkel hat recht. Vor sehr, sehr langer Zeit (200-150 Millionen Jahre) war hier, wo heute die trockene Alb ist, ein warmes tropisches Meer 🌴🐟. In diesem Meer gab es viele Tiere, die es heute nicht mehr gibt. Auch ich habe in dieser Zeit gelebt.
Das Meer ist dann verschwunden, weil sich die Erde verändert hat: neue Gebirge sind entstanden, manche Gebiete sind abgesunken, andere sind hochgehoben worden. Die Alb wurde gehoben und gekippt, deshalb ist das Meer nicht mehr hier. Doch der ehemalige Meeresboden aus dieser Zeit ist noch erhalten. Es ist der Kalkstein, aus dem die Felsen sind. Von den Tieren, die in dem Meer gelebt haben, kann man aber heute noch Fossilien finden. Besonders Ammoniten, wie ich, sind sehr häufig.
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Nelly aus Esslingen fragt: Warum ist der Blautopf in Blaubeuren eigentlich so blau?
Danke für deine Frage, Nelly! Also: Früher erzählten sich die Menschen, ein kleines Blaumännle 💙 würde jeden Morgen ein Fass blaue Farbe in den "Topf"schütten. Heute wissen wir: Das kräftige Blau entsteht durch einen besonderen Licht-Effekt.
Im Wasser schweben winzig kleine Kalkteilchen. Trifft Sonnenlicht auf das extrem klare und tiefe Wasser, wird vor allem das blaue Licht zurückgeworfen. Die anderen Farben verschwinden in der Tiefe – und deshalb leuchtet der Blautopf so intensiv blau.
Nach starkem Regen kann er auch mal grünlich oder bräunlich aussehen, aber nach längeren Trockenzeiten ist sein Blau am schönsten.