24.09.2026

Besuch des Partnergeoparks Rokua (Finnland)

Im Anschluss an die EGN-Konferenz in Lappeenranta (Finnland) nahmen mit Iris Bohnacker (Geschäftsführung) und Teresa Mangold (Geopark-Schulen und Bildungsprojekte) zwei Vertreterinnen des UNESCO Geoparks Schwäbische Alb die Gelegenheit wahr, erstmals unseren Partnergeopark Rokua und eine seiner Partnerschulen zu besuchen.

Der Geopark Rokua ist seit 2012 Partnergeopark unseres Geoparks. Er liegt in Nordfinnland, rund 200 km südlich des Polarkreises und etwa 35 km von Oulu entfernt, der diesjährigen Europäischen Kulturhauptstadt.

Eine von der letzten Eiszeit geprägte Landschaft mit Eskern, Drumlins und Gletscherschliffen zeichnet die Region aus. Typisch sind die lichten Nadelwälder mit hellen Flechten am Boden, die ein Anzeiger für Luft mit sehr geringer Verschmutzung sind. Auch geologisch hat die Region Besonderes zu bieten: Der älteste Gneis ist rund 3,5 Milliarden Jahre alt.

Das Gebiet des Geoparks umfasst die drei Gemeinden Vaala, Muhos und Utajärvi. Mit rund 10.000 Einwohnern auf einer Fläche von etwa 1.300 km² ist die Region deutlich dünner besiedelt als der Geopark Schwäbische Alb mit rund 1,4 Millionen Einwohnern auf 6.200 km².

Mikko Kiuttu, Geschäftsführer des Geoparks Rokua, nahm sich zwei Tage Zeit, um den Vertreterinnen seines Partnergeoparks das Konzept und die Arbeit seines Geoparks vorzustellen.

Auf dem abwechslungsreichen Programm standen unter anderem Besuche verschiedener Geotope, Informationsstellen und Partnerinstitutionen. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Geopark-Schule Muhos Lukio Gymnasium. Die Schule pflegt bereits seit mehr als zehn Jahren eine enge Partnerschaft mit unserer Geopark-Schule, dem Schubart-Gymnasium in Aalen. Die Partnerschaft der beiden Schulen wird durch regelmäßige Schüleraustausche aktiv gelebt. Für die kommenden Jahre ist ein Erasmus+ Projekt geplant. An der Fassade des Schulgebäudes wird diese Partnerschaft durch ein Kunstwerk aus Gesteinen der Schwäbischen Alb und aus Rokua sichtbar.

Der Geopark Rokua ist sehr gut vernetzt und ein wichtiger Partner für Gemeinden, Unternehmen, Schulen und weitere Akteure in der Region. Der Besuch bot damit nicht nur spannende Einblicke in die Arbeit des finnischen Partnergeoparks, sondern auch wertvolle Impulse für den weiteren Austausch und die Zusammenarbeit. Im Bereich Bildung sind zeitnah gemeinsame Projekte geplant.

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    Geschäftsführer Mikko Kiuttu heißt die Besucher von der Schwäbischen Alb im UNESCO Global Geopark Rokua herzlich willkommen.
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    In der Region gibt es besonders alte Gesteinsformationen, der älteste Gneis ist 3500 Mio. Jahre alt.
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    In zahlreichen Infotafeln werden geologische Prozesse und wissenschaftliche Verfahren, wie zum Beispiel die Altersbestimmung, anschaulich erklärt.
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    Verschiedene typische Gesteine der Partnergeoparks Schwäbische Alb und Rokua sind als Kunstwerk in der Fassade der Partnerschule in Muhos verbaut.
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    Lichte Nadelwäldern mit hellen Flechten am Boden sind typisch für die Region. Die Flechten sind Lieblingsspeise der Rentiere.
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    Ein besonderes Highlight nicht nur für die Geowissenschaftler und Geowissenschaftlerinnen unter uns: Hochmetamorpher Gneiss mit Gletscherschliff!