18. Geopark-Konferenz in Saimaa: Austausch über die Zukunft der Geoparks
18. Geopark-Konferenz in Saimaa: Austausch über die Zukunft der Geoparks
Mehr als 400 Teilnehmende aus 32 Ländern kamen vom 16. bis 18. September zur 18. Internationalen Konferenz des European Geoparks Network (EGN) im Saimaa UNESCO Global Geopark in Ostfinnland zusammen.
Unter dem Leitgedanken „Lifelong learning, shared innovations, sustainable development and co-operation as a basis for developing geoparks“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie Geoparks als Lern- und Lebensräume zu nachhaltiger Regionalentwicklung beitragen können. In Fachvorträgen, Workshops und parallelen Sessions ging es auf der 18. Internationalen Konferenz des European Geoparks Network (EGN) unter anderem um Klimawandel und Katastrophenvorsorge, nachhaltigen Tourismus, Kommunikation, Forschung und Bildung sowie die Zusammenarbeit von Geoparks, Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft.
Internationale Netzwerkarbeit und GeoFair
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Austausch zwischen den europäischen Geoparks. Für Iris Bohnacker und Teresa Mangold vom UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb bot die Konferenz zahlreiche Möglichkeiten, sich mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen europäischen Geoparks auszutauschen und neue Impulse für die Arbeit auf der Schwäbischen Alb mitzunehmen. Die Exkursionen zeigten zudem, wie sich geologisches Erbe mit Kultur, Geschichte, Bildung und regionalen Angeboten verknüpfen lässt – und boten damit weitere Anregungen für die Geoparkarbeit.
Bei der GeoFair präsentierten Geoparks ihre Regionen, kulturellen Besonderheiten, Bildungsangebote und geotouristischen Produkte. Die Ausstellung wurde auch für Schülerinnen und Schüler sowie die lokale Bevölkerung geöffnet. Damit verband die Konferenz den internationalen Fachaustausch mit regionaler Vermittlungsarbeit.
Danube GeoTour Plus: Zusammenarbeit über Grenzen hinweg
Auch das Projekt Interreg Danube GeoTour Plus war Teil des internationalen Austauschs. Für den UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb bot die Konferenz Gelegenheit, sich über die weitere Zusammenarbeit und die langfristige Perspektive des Projekts auszutauschen. Mit dem jetzt geschlossenen Future Cooperation Agreement soll die Zusammenarbeit von 11 Projektpartnern aus neun Ländern auch nach Ende der EU-Förderperiode Ende 2026) fortgeführt werden. Im Mittelpunkt stehen nachhaltiger Geotourismus, gemeinsame Qualitätsstandards, Besuchermanagement und Wissenstransfer.
Geologie, Natur und Kultur gemeinsam erleben
Der gastgebende Saimaa UNESCO Global Geopark zeigte eindrucksvoll, wie eng Geologie, Natur, Kultur und Alltagsgeschichte miteinander verbunden werden können. Die Exkursionen führten unter anderem zu eiszeitlich geprägten Landschaften mit Landschaftsrücken, Drumlins und Findlingen, zu steinzeitlichen Fundstätten und Felsmalereien sowie zum Saimaa-Kanal und zur historischen Verteidigungslinie Salpalinja.
Lappeenranta – Austragungsort der Konferenz
Lappeenranta liegt am Ufer des Saimaa – des größten Sees Finnlands, dessen weitläufige Landschaft von Wasser, Wäldern und rund 14.000 Inseln geprägt ist. Die Stadt setzt einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit und Innovation und wurde für ihr Engagement unter anderem mit dem EU Green Leaf City Award ausgezeichnet. Als „Klimahauptstadt Finnlands“ setzt Lappeenranta auf nachhaltige Technologien, erneuerbare Energien und CO₂-neutrale Betriebsabläufe.