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GeoWanderweg Balingen-Zillhausen

Zillhauser Wasserfall (Stadt Balingen)In Balingen-Zillhausen treten die aufgeschlossenen Schichten des Braunen Jura (Mitteljura) besonders beeindruckend in Erscheinung. Schon 1857 hob der berühmte Geowissenschaftler Quenstedt die Bedeutung dieses Ortes hervor.

Wasser ist eine Rarität auf der Schwäbischen Alb: Die starke Verkarstung der Kalksteine des Oberjuras (Weißer Jura) führt dazu, dass Niederschlag schnell durch Spalten und Ritzen im Gestein sickert, bis es auf wasserstauende Schichten trifft und unterirdisch abfließt. Werden, wie an den Schichtstufen des Albtraufs, wasserführende Schichten im Untergrund „angeschnitten“, fließt das Wasser wieder oberflächlich, sichtbar als Bach,weiter. Diese geologische Besonderheiten stehen im Mittelpunkt des GeoWanderwegs, welcher das Erlebnis Geologie auf zehn Infotafeln entlang der Wegstrecke vermittelt.

Das Highlight des GeoWanderweges ist der Zillhauser Wasserfall. Hier treten im Grenzbereich des Opalinustons die sogenannten „Wasserfallschichten", eine Wechselfolge von harten widerstandsfähigen Gesteinsschichten und Schichten von weicherem, tonigem Material, zutage. Durch die unterschiedlich starke Abtragung bildete sich hier eine Stufe aus, an der der Büttenbach am Wunderloch 26 m in die Tiefe stürzt, 17 m davon im freien Fall. Er ist der drittgrößte Wasserfall der Alb.

Die Wasserführung des Büttebachs schwankt saisonal sehr stark. Besonders eindrucksvoll zeigt sich der Zillhauser Wasserfall in der Schneeschmelze oder nach starken Gewittergüssen.  In extremen Trockenperioden kann der Wasserfall fast versiegen.

Und hier noch ein Geheimtipp: besuchen Sie den vereisten Wasserfall einmal im Winter!