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Landkreis Goeppingen bekam seinen ersten Geopoint

Der Geopoint im Landkreis Göppingen liegt im wunderschönen Gosbachtal: Die Kalktuffterrasse und der Wasserfall Unterdrackenstein. „Wir können hier beobachten, wie Quelltuff, das jüngste Gestein der Schwäbischen Alb, entsteht. Mit der Auszeichung als Geopoint vermitteln wir das Wissen und Verständnis für den Schutz dieses Geotops", erzählte Markus Möller (Geopark-Vorsitzender und Erster Landesbeamter Alb-Donau-Kreis).

Am gleichen Tag fand deutschlandweit der Tag des Geotops statt. Der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb machte auf den Schutz von Kalktuff und Kalksinter aufmerksam. Dr. Siegfried Roth (Geopark-Geschäftsführer): „Wasserfälle und Flussläufe mit Sinterterrassen sind beliebte Ausflugsziele für Touristen der Schwäbischen Alb. Leider betreten Besucher oft die einzigartigen Geotope und verschmutzen und zerstören filigrane Strukturen, die es zu schützen gilt".

Auch in Unterdrackenstein sollten Besucher auf den Wegen bleiben, damit die Quelltuff-Strukturen nicht zerstört werden. Darauf weist die Geopoint-Tafel in Deutsch und Englisch hin. Edgar Wolff (Landrat Göppingen) freute sich über die Auszeichnung durch den UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb: „Die kleinste Gemeinde kommt heute groß raus. Drackenstein goes international".

Roland Lang (Bürgermeister Unterdrackenstein) betonte: „Wir können und wollen mit dem punkten, was wir haben". Dazu gehört für ihn ein sanfter Tourismus. Deshalb plant die Gemeinde, die Landschaft um das Naturdenkmal zu renaturieren, mit ursprünglicher Bepflanzung, Überflutungsflächen, Huteweiden und einer ausführlichen geodidaktischen Beschilderung, die in Zusammenarbeit mit dem Geopark entstehen wird.