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Der Stoff aus dem die Alb besteht

 Bereits zum sechsten Mal führte der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb eine Fortbildung für Landschaftsführer durch. Die Zielsetzung: das Wissen über das geologische Erbe der Schwäbischen Alb zu vermitteln. Dreißig Landschaftsführer aus Baden-Württemberg nutzen die Chance, mehr über die Steine der Heimat zu erfahren.

Das Bildungsprogramm begann mit einer Einführung in die Gesteinskunde. Die Teilnehmer lernten, dass geologisch drei Gruppen von Gesteinen unterschieden werden: Sedimente, Magmatite und Metamorphite. Zu den Sedimenten gab Iris Bohnacker, Referentin und Diplom-Geologin, einen umfassenden Überblick.

Spannendes Steine-Speeddating

Auf die Theorie folgte die Praxis. Beim Steine-Speeddating untersuchten die Teilnehmer in Kleingruppen Gesteinsproben. Ist das ein Opalinuston, Travertin oder Posidonienschiefer, den ich in den Händen halte? Mittels Lupe, zehnprozentiger Salzsäure, Strichprobe, Ritzprobe und Riechprobe wurden die typischen Steine und Mineralien der Schwäbischen Alb bestimmt.

Das erworbene Wissen wurde am Nachmittag vor Ort im Steinbruch der Firma Merckle in Blaubeuren-Altental vertieft. Dort befindet sich der Geopoint "Jurafenster 2", eine Abbruchwand, an der sich sedimentologische Strukturen erkennen und deuten lassen. Hartmut Koch-Czech, Geschäftsführer der Firma Merckle, berichtete über den Abbau und die Verwendung von Jurakalken auf der Schwäbischen Alb. Die massigen, hochreinen Kalke der Alb, wie das "Ulmer Weiß" aus dem dortigen Steinbruch, werden beispielsweise zur Herstellung von Zahnpasta verwendet.