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Binsenlache im Hasental, Pfulb

 Trockentäler wie das Hasental gehören zu den charakteristischen Karsterscheinungen der Schwäbischen Alb. Sie sind im Pleistozän durch fließendes Wasser entstanden. Das Hasental entwässerte ursprünglich in Richtung Ur-Lone und Ur-Donau. Durch Tieferlegung der Erosionsbasis im klüftigen Oberjura-Gestein ist der Grundwasserspiegel jedoch so weit abgesunken, dass diese Täler zu Trockentälern wurden. Umso erstaunlicher ist es, bei einem Spaziergang durchs Hasental plötzlich vor einem Feuchtgebiet mit kleinen Tümpeln (Lachen) zu stehen. Die Binsenlache ist ein wertvolles Biotop, das vielen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten als Rückzugsgebiet dient. Sie ist deshalb als Naturdenkmal ausgewiesen. Die Entstehung dieses Feuchtgebietes geht auf einen geomagnetisch nachgewiesenen, jedoch nicht aufgeschlossenen, Vulkanschlot zurück, über dessen wasserstauendem Boden aus Vulkantuff sich das Niederschlagswasser sammeln konnte. Die dabei entstandenen Tümpel wurden 1976 im Rahmen der Flurbereinigung neu angelegt.

Die Binsenlache ist seit April 2017 ein Geopoint.