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Sonderausstellung: Die Würzburger Lügensteine und der Fall Dr. Beringer

 Sonderausstellung: Die Würzburger Lügensteine und der Fall Dr. Beringer

Die Würzburger Lügenstein-Affäre im frühen 18. Jahrhundert  ist der erste und einer der bekanntesten Fälle von Wissenschaftsbetrug weltweit.

Was aber geschah im Jahre 1725 in Würzburg?

Der Leibarzt des Fürstbischofs, Prof. Dr. med. Johannes Bartholomäus Adam Beringer, sammelte zahlreiche „Figurensteine“, auf denen z. B. Vögel, Schmetterlinge, Bienen, Frösche, Würmer, Schnecken, Blumen, Sterne, Kometen mit feurigen Schweifen oder sogar lateinische, hebräische und arabische Schriftzeichen auf Lesesteinen des Muschelkalks zu sehen waren.

Im Frühjahr 1726 veröffentlichte Beringer die wundersamen Bildsteine in einer umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit und deutete sie als außergewöhnliche „versteinerte Sachen“. Versteinerte Sonnen, Schriftzeichen und Blumen? Aus heutiger Sicht ist schnell klar, dass die Figurensteine von Menschenhand geschaffen wurden. Aber von wem? Wurde Beringer betrogen? Oder war er selbst ein Betrüger? War es ein Studentenulk? Oder eine Kollegenintrige? Einige dieser Fragen sind bis heute ungeklärt!

Über 500 Original-Lügensteine kann man derzeit in Museen und Sammlungen bestaunen. Immer noch spinnen sich zahlreiche Legenden um die kuriosen „lying stones“ und sorgen bis heute international für Aufsehen.

Wir zeigen eine Wanderausstellung zum Thema Würzburger Lügensteine, die vom Verein Beringers Lügensteine e.V. (Würzburg/Höchberg) konzipiert wurde. Sie informiert ausführlich mit Texten und anschaulichen Abbildungen, Originaldokumenten und Nachbildungen der faszinierenden Lügensteine Beringers.

Die Ausstellung ist vom 7. April bis zum Ende Juni 2016 im Werkforum zu sehen.

Öffnungszeiten

Mo-Do 13 bis 17 Uhr

Sonn- u. Feiertage: 11-17 Uhr

Eintritt frei!