MENÜ

Tag des Geotops im Nusplinger Plattenkalk

Klopfplatz geologischer Lehrpfad NusplingenSeit 1993 gräbt das Stuttgarter Naturkundemuseum im Nusplinger Plattenkalk, einem der wissenschaftlich bedeutendsten Fossilvorkommen der Schwäbischen Alb. Fast 400 verschiedene Arten versteinerter Tiere und Pflanzen aus der Jurazeit, vor 150 Millionen Jahren, sind seither zum Vorschein gekommen, darunter 17 Exemplare der als „Meerengel“ bekannten Haifische, Riesenlibellen und ein ursprünglich zwei Meter langes Meereskrokodil, dem ein noch größerer Räuber den Kopf vom Rumpf abgebissen hatte. 

Am „Tag des Geotops“, Sonntag den 21. September 2014 sind der Grabungsleiter Dr. Günter Schweigert und sein Kollege Dr. Gerd Dietl an der Grabungsstelle im Nusplinger Steinbruch ab 10 Uhr anwesend und erläutern den Abbau des Plattenkalks und dessen wissenschaftliche Bedeutung. Es besteht an diesem Tag ausnahmsweise die Möglichkeit, nicht nur am ausgeschilderten Klopfplatz des Geolehrpfads, sondern auch auf den Halden der Grabungsstelle selbst nach kleineren Fossilien zu suchen (Ammoniten, Belemniten, Koprolithen, etc.). Um 14 Uhr beginnt bei den Informationstafeln am Nusplinger Steinbruch eine kleine Führung, wobei einige präparierte Funde im Original vorgestellt werden. Die überarbeitete Neuauflage des Buchs „Im Reich der Meerengel kann erworben werden und wird von den beiden Autoren signiert.